Heimreise, Fazit und Ausblick

Heimreise, Fazit und Ausblick

Die Heimreise verläuft unspektakulär. Am Morgen geniessen wir im Speisesaal der Ferienanlage «Restinn Rijsbergen» noch ein ebenso unspektakuläres Frühstück. Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein. Nur ein Zaungast will ziemlich aufsässig an unserem Zmorge teilnehmen.

Frühstück im Restinn Rijsbergen

Um ca. 10:00 Uhr verlassen wir die gepflegte Anlage mit schönen Wildblumenbeeten.

Wildblumengarten im Restinn Rijsbergen

Fazit

Anstelle eines Berichts über die Rückfahrt ziehen wir folgendes Fazit:

  • Eine Bootsfahrt auf den friesischen Seen und Kanälen wirkt extrem entschleunigend und gesund für die Seele. Man kann nicht im Detail planen, sondern muss in und mit der Natur leben und sich ihr anpassen. Es ist eine der besten Erfahrungen, die wir je gemacht haben, und wir können sie jedem gestressten Mitteleuropäer empfehlen. Andererseits sind wir froh, dass nicht jeder gestresste Mitteleuropäer dort oben anzutreffen ist, sonst wäre es wohl mit der Geruhsamkeit vorbei...
  • Unsere Taktik, ausserhalb der Saison und abseits der Touristenströme zu reisen, hat sich wiederum voll bewährt. Alles ist nochmals wesentlich entspannter. Das heisst für uns nicht, dass nicht auch mal ein Tag in einer Metropole möglich ist. Aber abends wollen wir wieder raus und die Landruhe geniessen. Wer weiss, wo wir wohnen, wird sicher ein gewisses Verständnis dafür aufbringen. Und sonst ist es auch egal.
  • Die Niederländer allgemein sind ein sehr sympathisches Volk, das mich mit seiner Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Bescheidenheit überrascht hat. Mein Empfinden war, dass sie zwar sehr stolz auf ihr Land sind, aber nicht mehr scheinen wollen als sie sind. Die Friesen habe ich als gemütlich, aber etwas zurückgezogener erlebt, vergleichbar mit den Emmentalern.
    Überhaupt ist es wohl kein Zufall, dass sich die Berner und Niederländer Fussballfans an der Europameisterschaft 2008 so gut verstanden haben, dass die Kornhausbrücke in Bern noch heute in Niederländisch angeschrieben ist:



  • Die Infrastruktur in den Niederlanden ist hervorragend, insbesondere für Bootsfahrende in Friesland. Überall sind saubere und gut ausgestattete Sanitäranlagen und Einkaufsmöglichkeiten. Der Bootsverkehr ist optimal geregelt und für Anfänger sehr gut geeignet.
  • Wir haben uns zwar oft selber auf dem Boot verpflegt. Wenn wir aber ein Restaurant besuchten, wurden wir nie enttäuscht. Das Essen war immer sehr fein, und dies zu moderaten Preisen. In Deutschland ist es zwar durchschnittlich billiger, aber dafür nimmt man eine Bedienung in Kauf, die manchmal nahe am Begriff «Servicewüste» agiert.

Diese Aussagen sind völlig subjektiv und daher nicht verhandelbar. Trotzdem freuen wir uns auf Kommentare, die über unser Kontaktformular «Funkspruch» im Menü oben rechts losgeschickt werden können. Vielleicht schalten wir einige dann mal auf, natürlich anonym.

Ausblick

Es wird mit Bestimmtheit nicht unsere letzte Reise nach Friesland gewesen sein. Und wenn wir einen kleinen Ausblick wagen, können wir bereits das Gefährt vorstellen, das uns in den nächsten Ferien erwartet.

Aqua Victoria

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